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So vielfältig wie die Inseln selbst: kanarische Musik

Traditionelle, kanarische Musik kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Wer ein Ferienhaus auf Gran Canaria gemietet hat und es liebt, einheimische Musiksender im Radio zu hören, wird sicherlich hin und wieder auf die charakteristischen Klänge stoßen.

Diese Art von Volksmusik ist vor allem von dem musikalischen Geschmack der Ureinwohner geprägt, jedoch auch von den musikalischen Einflüssen der Eroberer der Kanaren und Klängen aus der Karibik. Ein bunter Mix, der die kanarische Musik zu dem gemacht hat, was sie heute ist.

Die Menschen auf den Kanaren zeigen schon sehr lange ein gesteigertes Interesse an den Kulturen anderer Länder. Nicht nur im musikalischen, sondern auch im kulinarischen Bereich wurden hier einige Details adaptiert und weiter ausgebaut. Genau daran liegt es sicherlich auch, dass die Kultur auf den Kanaren heute so vielseitig in Erscheinung tritt.

Wodurch zeichnet sich kanarische Folklore aus? 

Die Kanaren sind – wie bereits erwähnt - neuen Einflüssen gegenüber in der Regel zwar aufgeschlossen, lieben aber auch ihre eigene Historie und die mit ihr verbundenen Traditionen.

Interessanterweise geht der Trend gerade in Touristenhochburgen, wie zum Beispiel Maspalomas oder Playa del Inglés, seit einiger Zeit wieder verstärkt dazu über, sich auf die traditionelle kanarische Folklore zu besinnen. Praktischerweise kommen die Liebe zur kanarischen Kultur und das Ausleben der mit ihr verbundenen Traditionen bei den Touristen aus aller Welt in der Regel sehr gut an.

Die Trachten und Tänze sind mit einer Tradition verbunden, die über Jahrhunderte in die Vergangenheit reicht. Viele Kostüme sind im Original erhalten und dementsprechend auch in historischer Hinsicht wertvoll.

Ähnlich verhält es sich mit Instrumenten, wie zum Beispiel Chácaras (zu Deutsch „Gefäßklappern“) und Pito herreño, die bei traditionellen Aufführungen eine wesentliche Rolle spielen. Das wohl bekannteste und charakteristischste Instrument der Kanaren stellt sicherlich das Timple dar. Hierbei handelt es sich um eine Art kleine Gitarre.

Die verschiedenen Instrumente werden von den kanarischen Musikkapellen, den sogenannten Parrandas, gespielt. Auf Volksfesten wird zur Musik getanzt und gesungen. Sowohl Einheimische als auch Touristen sind immer wieder begeistert von der tollen Atmosphäre, die hier – nicht zuletzt aufgrund der musikalischen Darbietungen - entstehen kann.

Video: Trio Tijarafe - Canary Islands Folk Music presentation

Welche Instrumente braucht man für „typisch kanarische Musik“?  

Damit kanarische Musik auch wirklich genau so klingt wie sie klingen sollte, braucht es unter anderem – wie bereits angedeutet – die passenden Instrumente. Neben den oben erwähnten ist es unter anderem der besondere Mix aus verschiedenen Einflüssen, der die kanarische Musik zu etwas ganz Besonderem macht.  

Wer seinen Urlaub auf Gran Canaria verbringt und eine traditionelle Musikgruppe trifft, hört häufig einen Mix aus den folgenden Instrumenten.  

  • Blasinstrumente und Aerophone
  • Verschiedene Streich- und Zupfinstrumente
  • Idiophone

Das bekannteste Instrument unter den Aerophonen ist sicherlich das Akkordeon. Des Weiteren werden im Zusammenhang mit kanarischer Musik gern Muschelhörner und unterschiedliche Flöten verwendet. Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang, dass die verwendeten Instrumente oft alle auf den Kanaren hergestellt werden.

In der kanarischen Musik sind Streichinstrumente, wie Kontrabass und Violine, besonders häufig vertreten. Auch die Zupfinstrumente, wie zum Beispiel Bandurria und Contra, sorgen oft für eine besonders traditionelle Stimmung. Eine kleine Herausforderung stellt es natürlich dar, alle Instrumente aufeinander abzustimmen, damit ein akustisch-harmonischer Gesamteindruck entsteht.

Zu den bekanntesten Idiophonen der kanarischen Musik gehören die Klappern und die Kastagnetten. Die Spanier sind so stolz auf diese Instrumente, dass sie unter anderem auch als Souvenirs in den verschiedenen Shops angeboten werden.

In musikalischer Hinsicht wird zwischen einem „männlichen“ und „weiblichen“ Klapper unterschieden. Die männliche Klapper erzeugt tiefere Töne. Im Mix lassen sich so spannende Effekte kreieren. Wer diese nachahmen möchte, braucht ein wenig Geduld. Denn: das Klappern ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussehen mag.  

Auch wenn sich die obige Auflistung sehr standardisiert anhören mag, gestaltet sich kanarische Musik doch sehr individuell. Viele Kapellen lieben es, den verschiedenen Stücken ihren eigenen Charme zu verleihen. Und dennoch hat es diese Art von Kunst im Laufe der Jahre geschafft, ihren ganz eigenen Charme beizubehalten und einen Wiedererkennungswert zu liefern, der auch Touristen sicherlich noch lange im Gedächtnis bleibt.  

Der Gesangspart  als „Tüpfelchen auf dem i“ 

Im Zusammenhang mit den meisten kanarischen Stücken darf ein wichtiges Element nicht fehlen: der Gesang! Eine klassische, standardisierte Variante gibt es hier jedoch nicht. Vielmehr gibt es auch im Zusammenhang mit den Liedstimmen die Möglichkeit, individuelle Akzente zu setzen.  

Mit Hilfe der verschiedenen Gesänge können so unterschiedliche Emotionen geweckt werden. Mal eher traurig, mal fröhlich und zum Tanzen einladend entsteht so eine besondere Form von Kunst die immer wieder individualisiert werden kann und in gewisser Weise auch eine Hommage an die Vergangenheit darstellt.

Daher ist es ganz sicher nicht übertrieben, die kanarische Musik als eine Art Verbindung zwischen dem „Jetzt“ und der Vergangenheit zu bezeichnen. In vielen Familien wird die Kultur gelebt und Generation an Generation weitergetragen.

Gleichzeitig sind die kanarischen Einwohner offen Fremden gegenüber und freuen sich, wenn auch Touristen Interesse an der Geschichte der Inseln zeigen. Wer kanarische Musik mit all ihren Facetten erleben möchte, braucht eigentlich nur ein wenig Glück und muss nicht zwangsläufig auf größere Feste warten. Unter anderem wird auch immer wieder in den kleineren Dörfern musiziert. Spätestens dann, wenn beim Vorbeigehen oder -fahren eine Gruppe traditionell gekleideter Menschen auffällt, die noch dazu Musikinstrumente bei sich tragen, lohnt es sich in der Regel, kurz anzuhalten.

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