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Naturschutzgebiet Los Tilos de Moya

In der beschaulichen Gemeinde Moya haben Touristen unter anderem die Möglichkeit, den  Doramas Naturpark zu besuchen. Dieser setzt sich auf beeindruckende Weise mit der einmaligen Natur Gran Canarias auseinander. Vor allem das kleine Naturschutzgebiet „Reserva Natural Especial de Los Tilos de Moya“, das umgangssprachlich „Los Tilos de Moya“ genannt wird, ist zu einem beliebten Ausflugsziel geworden.

Es umfasst eine Fläche von etwa 91,5 Hektar. Ursprünglich handelte es sich bei dem jetzigen Naturschutzgebiet um ein großes Flussbett. In der Region gibt es unter anderem zahlreiche steile Abhänge, die zwischen 500 und 800 Meter hoch sind. In dem Naturschutzgebiet gibt es auch ein eigenes Naturschutzzentrum, das noch mehr leistet, als sich „nur“ um den Erhalt des Waldes zu kümmern. Ein Abstecher lohnt sich definitiv. Denn: hinter „Los Tilos de Moya“ steckt eine interessante Geschichte.

Auch Urlauber, die ihr Ferienhaus in Gran Canaria etwas weiter entfernt gebucht haben, statten dem Naturschutzgebiet oft gern einen Besuch ab. Kein Wunder! Diese Location bietet Wissen, eine erholsame Umgebung und viele spannende Eindrücke aufeinmal. 

Die Überreste eines monumentalen Waldes

Im Naturschutzgebiet befinden sich unter anderem auch die letzten Reste eines ehemals prächtigen und großen Lorbeerwaldes. Besagter Wald war früher auch ein wichtiger Bestandteil des Dschungels „La Selva Dormas“. Doch was ist passiert? Weshalb gibt es den Wald in seiner ursprünglichen Form nicht mehr?

Die Einwohner Gran Canarias lieben die einzigartige Natur ihrer Insel und setzen alles daran, diese zu schützen und zu wahren. Der Lorbeerwald verlor seine Größe nicht wegen einer Naturkatastrophe oder anderen natürlichen Gegebenheiten. Vielmehr wurde er von den Menschen abgeholzt, um Platz zum Leben zu schaffen. Immerhin bedeckte der subtropische Lorbeerwald vor 500 Jahren nahezu die komplette Insel. Irgendwann wurde dem Waldroden Einhalt geboten und nun empfinden es die naturliebenden Einwohner als ihre Pflicht, diese Rodung in gewisser Weise wieder gut zu machen.

Der letzte Rest des Waldes steht deshalb seit einiger Zeit unter Naturschutz. Doch die Verantwortlichen des Parks sind nicht nur an dem Erhalt des Waldstückes interessiert. Sie haben noch weitaus größere Pläne.

Das Naturschutzzentrum „Casa de los Tilos“

Das Errichten des Naturschutzgebietes war nur der erste Schritt zur Rettung des Lorbeerwaldes. Das angelegte Naturschutzzentrum hat eine noch eine weitere, wichtige Aufgabe. Das „Casa de los Tilos“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Wald auf seine alte Größe zu bringen. Schon in den 1980er Jahren wurden die ersten Aufforstungsprogramme ins Leben gerufen und seitdem werden täglich neue Möglichkeiten gesucht, hier diesbezüglich (und mit Hinblick auf das ambitionierte Ziel, tätig zu werden.

Durch die hingebungsvolle Arbeit der Biologen und Forscher konnte der Wald mittlerweile so aufgeforstet werden, dass sich viele Pflanzen und Tiere ihren ökologischen Lebensraum in dem Naturschutzgebiet „Los Tilos de Moya“ suchten. 

Das Ziel scheint in erreichbarer Nähe zu sein, doch die Mitarbeiter des „Casa de los Tilos“ sind mit ihrer Arbeit noch lange nicht fertig. Sie haben die grobe Prognose gestellt, dass es noch bis zu 250 Jahre dauern könne, bis der Wald wieder ein vollständig repräsentatives Ökosystem geworden ist.

Fest steht jedoch auch: bis jetzt haben die Forscher gute Arbeit geleistet, denn nicht nur die Aufforstung des Waldes funktioniert einwandfrei, sondern auch die natürliche Vegetation des Lorbeerwaldes lässt so gut wie keine Wünsche offen. 

Auch durch die Zuwanderung verschiedener Tierarten entsteht ein immer größeres Ökosystem.

Das endgültige Ziel ist, dass es „bald“ wieder einen riesigen Lorbeerwald geben wird, der sich unter anderem durch ein geschlossenes Blätterdach, das sich 20 Meter über den Boden befindet, auszeichnet.

Die Pflanzenvielfalt des „Los Tilos de Moya“

Es wäre definitiv falsch, sich durch die Bezeichnung täuschen zu lassen, denn: in einem Lorbeerwald wachsen nicht nur Lorbeerbäume. Und allein für die Lorbeergewächse gilt, dass sich in den Park 14 verschiedene Arten befinden.  Unter ihnen finden sich auch die „Ocotea foetens“ und die „Laurus nobilis“, eine häufig vorkommende Lorbeerart. 

Die „Laurus nobilis“, umgangssprachlich auch „Echter Lorbeer“ genannt, ist in jeder kanarischen Küche vorhanden. Er kommt bei Suppen, Eintöpfen, Fleisch- und Fischgerichten zum Einsatz.

Die großen Lorbeerbäume nehmen den Pflanzen auf dem Boden fast das gesamte Licht weg. Daher wachsen im Unterholz nur einzelne Farne und Moos. Abseits der Schatten der großen Bäume wachsen unter anderem auch Holundersträucher, Windgewächse, Rötegewächse und kanarischer Efeu.

Wandern im „Los Tilos de Moya“

Es ist schwer, die gesamte Schönheit des Gebietes mit nur einem Besuch komplett zu erfassen. Einige angelegte Wanderwege versuchen jedoch, einen Einblick in die faszinierende Natur zu geben.

Wer Glück hat, entdeckt auf der Wanderung auch einen der zahlreichen Waldbewohner. Trotz aller Begeisterung wird jedoch gebeten,  bei etwaigen „Fotosessions“ auf Blitzlicht zu verzichten. Der Blitz kann die Pflanzen dauerhaft beschädigen und die Tiere aufschrecken.

Besonders interessant: der Wanderpfad wird an manchen Stellen zu einem Lernpfad, auf dem Kinder und Erwachsene wissenswerte Informationen über die Flora und Fauna im Naturschutzgebiet erhalten können. Der Eintritt im Park ist kostenfrei. Auf diese Weise hat jeder die Möglichkeit, seinen Horizont in diesem beeindruckenden Areal noch mehr zu erweitern und die Insel Gran Canaria von einer neuen, spannenden Seite kennenzulernen.

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