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Fronleichnam auf Gran Canaria – so wird gefeiert

Fronleichnam hat im christlichen Glauben einen hohen Stellenwert. Hier wird vor allem die Gegenwart Jesu Christi beim letzten Abendmahl gefeiert. 

Aufgrund der Kreuzigung Jesu‘ am Karfreitag, wird der Gründonnerstag weder prunkvoll noch ausgelassen zelebriert. 

Stattdessen hat man sich dazu entschlossen, den Feiertag auf das erste Oktav nach Pfingsten zu verlegen. (Unter einem Oktav versteht man übrigens den achten Tag nach einem christlich-katholischen Hochfest). Bis zu diesem, dem achten Tage, wird dann an jedem Tag gefeiert - zumindest auf Gran Canaria und den anderen kanarischen Inseln. Touristen, die sich dazu entschlossen haben, während dieser Zeit ein Ferienhaus auf Gran Canaria zu buchen, haben nur schwer die Möglichkeit, sich dieser besonderen Festivitäten zu entziehen. 

Fronleichnam – so wird auf Gran Canaria gefeiert

Noch heute wird Fronleichnam (oder „Corpus Christi“) überall auf der Welt von den Christen gefeiert. 

In manchen Ländern ist dieses besondere Ereignis kein gesetzlich festgelegter Feiertag. Daher entschließen sich viele Gläubige dazu, „nachzufeiern“. 

Für die Einwohner der kanarischen Inseln und somit auch für die Menschen auf Gran Canaria handelt es sich bei Fronleichnam um einen der wichtigsten christlichen Festtage überhaupt. Dementsprechend wird der Tag auch vor Ort ausgiebig begangen.

Auf Gran Canaria fällt Corpus Christi auf das Erntedankfest. Zu den Festivitäten verwandeln sich die Straßen der Städte und Dörfer in prunkvolle Prozessionswege. Ein besonderes Highlight sind die diesem Zusammenhang wunderschöne, bunte Blumenteppiche. Die Herstellung derselben ist den Einwohnern besonders wichtig, da sie anschließend, nach den Feierlichkeiten, noch einen anderen Zweck erfüllen. In manchen Orten werden die Teppiche zum Beispiel auch ausgestellt – sowohl für die interessierten Touristen als auch für die Nachbarn und die anderen Dorfbewohner.

Blumenmeer und Kirchenprozessionen

Auf Gran Canaria beginnen die Vorbereitungen für „Corpus Christi“ schon Wochen im Voraus. Dies ist nicht verwunderlich, denn viele Gläubige machen es sich nun zur Aufgabe, die oben bereits erwähnten Blumenteppiche zu gestalten. 

Dabei werden nicht nur bunte und hübsche Blumen aneinandergesteckt, sondern es werden wahre Kunstwerke erschaffen, die unter anderem auch Piktogramme aus der Bibel darstellen. Diese Tradition kam Mitte des 19. Jahrhunderts auf die Insel und wird seitdem leidenschaftlich ausgeübt.

Neben Blumen bestehen die Kunstwerke auch aus Salz in verschiedenen Farbnuancen. Zudem ist jedes Dorf sehr gewissenhaft bei der Gestaltung eines Torbogens und eines dazugehörigen Altars. 

Auch diese Tradition hat einen ganz besonderen Grund!

Während hierzulande Christen Fronleichnam in der Kirche feiern, feiert auf Gran Canaria fast die ganze Insel. An dem jeweiligen Sonntag finden auch die Prozessionen der jeweiligen Gemeindepriester statt. Sie prozessieren dabei von Dorf zu Dorf und segnen die prachtvollen Torbögen und Altäre. 

Die jeweilige Strecke legt der Priester auf den Blumen- und Salzteppichen zurück. Es ist nur ausschließlich dem Pfarrer vorbehalten, auf den Teppichen entlang zuschreiten. Die restlichen Prozessionsgänger müssen an der Seite laufen. 

Bei jedem Torbogen wird Weihwasser zur Segnung eingesetzt und die mitgeführte Monstranz wird auf den Altar gestellt. Anschließend wird, unter der Verwendung von Weihrauch, gebetet.

An den entsprechenden Prozessionen nehmen oft tausende von Menschen teil, unter anderem auch Touristen. 

Gran Canarias „Fiesta“ Zeit im Frühsommer – nicht nur Fronleichnam wird gefeiert

Auf Gran Canaria werden religiöse Feierlichkeiten oft anders (und meist ein wenig ausgelassener) begangen als beispielsweise in Deutschland. Die „Fiesta“ Zeit auf Gran Canaria zeichnet sich noch einmal durch einen ganz besonderen Charme aus. 

Dass die Stimmung oft von einer besonderen Leichtigkeit geprägt ist, ist unter anderem den Lebensumständen auf der Insel geschuldet. Die meisten Menschen sind zufrieden und dürfen sich über eine vergleichsweise hohe Lebenserwartung freuen. 

Wetter, wenig Stress (bzw. der richtige Umgang mit selbigem) und die Idylle der abgelegenen Orte tragen ihren Teil dazu bei. Genau diese Lebensfreude ist auch während der religiösen Feierlichkeiten deutlich zu spüren. 

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Mix der Gegensätze. Denn: nach den seriösen und demütigen Prozessionen und Gebeten, steht der Ausgelassenheit nichts mehr im Wege. Die Kanaren sind hier auch bekannt dafür, ihre traditionelle Folklore und Kultur mit allen Facetten in den Fokus zu rücken. Dementsprechend werden die Feste auch bunt und abwechslungsreich.

Zu vielen Festen kleiden sich die Einwohner in alte kanarische Trachten und spielen traditionelle Lieder. Diese werden – nicht nur zu Fronleichnam - oft mit diversen Umzügen verbunden. 

Entweder sind die Barden, die an dem Spektakel teilnehmen, auf der Insel „Romeros“ genannt, zu Fuß unterwegs oder fahren auf einem Ochsenkarren durch die Straßen der Städte und Dörfer.

Gran Canaria und seine zahlreichen Anlässe zum Feiern

Auf Gran Canaria gibt es beinahe immer irgendwo ein religiöses oder kulturelles Fest zu feiern. Für den Fall, dass die religiösen Feiertage knapp werden, gibt es immer noch Gründungstage und Erntedankfeste. 

Eine Besonderheit verbindet jedoch so gut wie alle Anlässe: die Feierlichkeiten erstrecken sich über einen Zeitraum von mehreren Tagen. Selten ist es der Fall, dass „nur“ an einem Tag gefeiert wird. 

Daher haben die Kanaren ihre Feiertage oft so gelegt, dass sie direkt mehrere Ereignisse zelebrieren und miteinander verbinden können. Neben Musik und Tanz stehen auch kulinarische Genüsse oben auf der Agenda.

So ist es üblich, dass auf den Fiestas stets genug zu Essen und zu Trinken gibt. Zudem gelten die Einwohner von Gran Canaria als aufgeschlossene und offene Menschen. Auch Touristen, die gerne mitfeiern möchten, sind so gut wie immer herzlich dazu eingeladen, den Feierlichkeiten beizuwohnen.

Trotz der ausgelassenen Stimmung wird jedoch eines nie vergessen: der Anlass hinter dem Fest. Diesen nehmen die Einheimischen nämlich sehr ernst. Für sie spricht jedoch definitiv nichts dagegen, Lebensfreude und den eigenen Glauben miteinander zu kombinieren. Und genau das ist es sicherlich, was den Zauber der spanischen Feste – gerade auf den kanarischen Inseln – ausmacht.

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